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Mehrsprachige Wegführung: Die Sprachbarriere in internationalen Einrichtungen überwinden

Ein Hotel in Barcelona. Ein Krankenhaus in Dubai. Ein Kongresszentrum in Singapur. Diese Einrichtungen teilen eine gemeinsame Herausforderung: Ihre Besucher sprechen Dutzende verschiedener Sprachen. Herkömmliche Beschilderung bewältigt das mit zwei oder drei Sprachen bestenfalls. Digitale Wegführung kann das besser.

Das Ausmaß der Sprachherausforderung

CSA Research ergab, dass 75 % der globalen Verbraucher es vorziehen, Informationen in ihrer Muttersprache zu erhalten, und 60 % selten oder nie auf rein englischsprachigen Websites einkaufen. Auch wenn Wegführung kein E-Commerce ist, gilt dasselbe kognitive Prinzip: Die Verarbeitung von Informationen in einer Zweitsprache erfordert mehr mentale Anstrengung, genau dann, wenn ein verlorener Besucher die geringste kognitive Kapazität hat.

In der Praxis bedeutet das, dass ein japanischer Tourist, der in einem Londoner Hotel einen QR-Code scannt, enorm davon profitiert, Markierungsnamen und Beschreibungen in seiner Muttersprache zu sehen. Er spricht vielleicht funktionales Englisch, aber unter dem Stress der Navigation in einem unbekannten Gebäude in einem fremden Land wird seine Zweitsprache deutlich schwieriger zu verarbeiten.

Die Herausforderung wird im Gesundheitswesen verschärft. Eine 2019 in BMC Health Services Research veröffentlichte Studie ergab, dass Sprachbarrieren bei der Krankenhaus-Wegführung bei 22 % der nicht-muttersprachlichen Patienten zu Terminverzögerungen beitrugen — mehr als doppelt so viel wie bei Muttersprachlern.

Universelle Markierungsnamen verwenden

Die effektivste mehrsprachige Wegführungsstrategie beginnt mit der Benennung Ihrer Markierungen. Kurze, konkrete Namen lassen sich besser übersetzen als lange, abstrakte.

Gute Beispiele: „Empfang“, „Aufzug A“, „Toiletten“, „Parkebene 2“, „Raum 301“. Diese sind entweder universell verständlich, verwenden Zahlen oder lassen sich in jeder Sprache sauber übersetzen.

Schlechte Beispiele: „Die Atrium Lounge & Wellness Experience“, „Übergangs-Pflegekorridor Ostflügel“. Diese erfordern kulturellen Kontext und fließende Sprachkenntnisse zum Verständnis. Ein Besucher, der die automatische Übersetzung auf seinem Smartphone nutzt, bekommt aus diesen Namen Kauderwelsch.

Eine praktische Regel: Wenn ein Markierungsname länger als vier Wörter ist, ist er zu lang für internationale Besucher. Wenn er einen Eigennamen oder Markennamen enthält, fügen Sie eine funktionale Beschreibung hinzu — „Starbucks (Kaffee, Ebene 1)“ ist nützlicher als nur „Starbucks“ für jemanden, der die Marke nicht kennt.

Das Smartphone des Besuchers für die Übersetzung nutzen

QR-Code-Wegführung hat gegenüber physischer Beschilderung in mehrsprachigen Einrichtungen einen eingebauten Vorteil: Der Inhalt wird auf dem eigenen Smartphone des Besuchers angezeigt. Moderne Smartphones bieten automatische Seitenübersetzung — Chrome übersetzt Webseiten mit einem einzigen Tippen, Safari bietet dasselbe auf iOS.

Das bedeutet, dass eine auf Englisch verfasste QR-Code-Kartenseite vom Browser des Besuchers automatisch in jede von über 100 Sprachen übersetzt werden kann. Die Einrichtung muss keine mehrsprachigen Inhalte pflegen. Der Besucher muss keine übersetzte Version anfordern. Es geschieht automatisch.

Um die Übersetzungsqualität zu maximieren, halten Sie Ihre Markierungsbeschreibungen einfach und wörtlich. Vermeiden Sie Redewendungen, Abkürzungen und Fachjargon. „Geöffnet Montag bis Freitag, 8:00 bis 17:00 Uhr“ übersetzt sich perfekt. „Mo–Fr 8–17“ oft nicht. „Nehmen Sie den Aufzug zur 3. Etage“ übersetzt sich besser als „Rauf in die 3.“.

QR-Codes mit universellen Symbolen kombinieren

Die Norm ISO 7001 definiert international anerkannte Symbole für gängige Einrichtungsmerkmale: Toiletten, Aufzüge, Treppen, Information, Erste Hilfe, Restaurant, Parkplatz und Dutzende mehr. Diese Symbole werden sprach- und kulturübergreifend verstanden.

Wenn Sie QR-Codes für die Wegführung drucken, platzieren Sie sie neben dem entsprechenden ISO-Symbol. Ein QR-Code neben einem Toiletten-Symbol wird von jedem Besucher sofort verstanden, unabhängig von der Sprache. Er weiß, was er beim Scannen findet, und durch das Scannen erhält er den Kartenkontext, um andere Dinge zu finden, die er braucht.

Für Einrichtungen mit hohem internationalen Verkehrsaufkommen — Flughäfen, internationale Hotels, Krankenhäuser in Grenznähe — erwägen Sie, QR-Codes auf Schildern zu drucken, die enthalten: das ISO-Symbol, den Ortsnamen in der Landessprache und optional den Namen in einer weiteren weit verbreiteten Sprache (in der Regel Englisch). Der QR-Code übernimmt alles Weitere über das Smartphone des Besuchers.

Länderspezifische QR-Code-Vertrautheit

Die QR-Code-Vertrautheit variiert nach Land, obwohl sich die Kluft seit 2020 dramatisch verringert hat. In Ostasien (Japan, China, Südkorea) sind QR-Codes seit über einem Jahrzehnt Mainstream. In Westeuropa und Nordamerika trieben COVID-Menüs und Gesundheitspässe die Massenadoption voran. In Teilen Afrikas und Südamerikas werden QR-Codes häufig für mobile Zahlungen genutzt.

Die geringste QR-Code-Vertrautheit findet sich tendenziell bei älteren Besuchern aus Regionen, in denen die Smartphone-Verbreitung noch wächst. Für Einrichtungen, die diese Bevölkerungsgruppe neben technikaffinen internationalen Besuchern bedienen, ist der beste Ansatz ein Dualmodus: QR-Codes für die Selbstbedienungs-Navigation und ein besetzter Informationspunkt für diejenigen, die menschliche Unterstützung bevorzugen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung von QR-Code-Navigation in einem Hotel, einschließlich Platzierung für internationale Gäste, finden Sie in unserem Hotel-Einrichtungsleitfaden.

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Sarah Chen
Wayfinding & Visitor Experience Consultant

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